Montag, 24. Juni 2019
Ist Bubers Ich-Du wesentlicher?
ahc, 09:55h
[Krümel]
“Vielleicht ist, wie Buber es vorschlägt, eine Ich-Du Beziehung eine wesentlichere Art, um einen Zugang dazu zu bekommen, wie die Dinge sind, als eine Ich-Es Beziehung. Ohnehin gibt es, wie ich vorschlage, keine guten Gründe dafür anzunehmen, dass der unpersönliche, objektive Standpunkt der einzige ist, durch den Dinge adequat enthüllt werden können." (S. 243, freie Übers. ahc)
Antwort von Philosophieprofessor Matthew Ratcliffe (Universität York) auf das Problem der argumentativen Zirkularität, die bei der Annahme entsteht, dass ein theoretischer Standpunkt der Welt Vorrang vor einem erfahrungsbasierten haben sollte:
"Warum sollten bestimmte kognitive Prozesse Vorrang haben?
Weil die Welt so und so ist.
Warum glaubst Du ist die Welt so?
Weil die Prozesse sie so enthüllen."
(ebd., freie Übers. ahc)
Ratcliffe, M. (2007). Rethinking commonsense psychology - A critique of folk psychology, theory of mind and simulation. New York: Palgrave Macmillan.
Ratcliffe hat auch eine Abandlung über die Phänomenologie von Depressionen geschrieben, in der er behauptet, dass "trotz des riesigen Forschungsumfangs zu Ursachen und Behandlung von Depression, die Erfahrung von Depressionen bisher kaum verstanden" worden ist. In seinem Buch beschreibt er eine neue phänomenologische Sicht:
Ratcliffe, M. (2014). Experiences of depression: A study in phenomenology. Oxford: Oxford University Press. (Kapitel 1 hier online einsehbar).
Ich habe das Buch noch nicht gelesen, aber diese Sicht wird für Gestalttherapeutinnen wohl nicht so neu sein.
“Vielleicht ist, wie Buber es vorschlägt, eine Ich-Du Beziehung eine wesentlichere Art, um einen Zugang dazu zu bekommen, wie die Dinge sind, als eine Ich-Es Beziehung. Ohnehin gibt es, wie ich vorschlage, keine guten Gründe dafür anzunehmen, dass der unpersönliche, objektive Standpunkt der einzige ist, durch den Dinge adequat enthüllt werden können." (S. 243, freie Übers. ahc)
Antwort von Philosophieprofessor Matthew Ratcliffe (Universität York) auf das Problem der argumentativen Zirkularität, die bei der Annahme entsteht, dass ein theoretischer Standpunkt der Welt Vorrang vor einem erfahrungsbasierten haben sollte:
"Warum sollten bestimmte kognitive Prozesse Vorrang haben?
Weil die Welt so und so ist.
Warum glaubst Du ist die Welt so?
Weil die Prozesse sie so enthüllen."
(ebd., freie Übers. ahc)
Ratcliffe, M. (2007). Rethinking commonsense psychology - A critique of folk psychology, theory of mind and simulation. New York: Palgrave Macmillan.
Ratcliffe hat auch eine Abandlung über die Phänomenologie von Depressionen geschrieben, in der er behauptet, dass "trotz des riesigen Forschungsumfangs zu Ursachen und Behandlung von Depression, die Erfahrung von Depressionen bisher kaum verstanden" worden ist. In seinem Buch beschreibt er eine neue phänomenologische Sicht:
Ratcliffe, M. (2014). Experiences of depression: A study in phenomenology. Oxford: Oxford University Press. (Kapitel 1 hier online einsehbar).
Ich habe das Buch noch nicht gelesen, aber diese Sicht wird für Gestalttherapeutinnen wohl nicht so neu sein.
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